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BarCamp München und die Welle

bcmucIm Vorfeld der Discuss&Discover fand dieses Wochenende das BarCamp München statt.

In der Sessionplanung zeichnete sich schon ab welches Thema die BarCamper bewegt: Google Wave. Viele Teilnehmer hatten einen Zugang und eröffneten „Wellen“ zum BarCamp. Die Session zum Austausch von Erfahrungen zu Wave brachte allerdings zutage, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Wave ist z.Zt. noch ein Tool für „Geeks“ und wie viele betonten: in einer „pre alpha“ Phase. Funktionen sind noch nicht vollständig bzw. sehr versteckt. Auch der Ansatz von Google zur neuen Form der E-Mail sorgt noch für Verwirrung. Wieso darf jemand meine Einträge editieren? Wie ist nachvollziehbar was geändert wurde, wenn man nicht ständig zeitgleich in einer Welle ist? Die Aufzeichnung hört bei 400 Änderungen auf und man möchte sich auch einfach nicht ständig in einer Art Film ansehen, was geändert wurde. Rechtemanagement von Wellen ist noch sehr rudimentär. Ist Wave jetzt das neue Wiki? Oder ein besserer Instant Messenger? Wie behalte ich den Überblick? Zusammenfassend kann man sagen, das die einzelnen Tools, die Google mit Wave zusammenbringen möchte, nicht Ihre Berechtigung verlieren werden. Also nicht traurig sein, wenn man noch keinen “Invite” (Einladung) zu Wave bekommen hat.

Des Weiteren fand ich die Session von Björn Negelmann zu Internettrends 2010 sehr interessant. Durch die Beschränkung der Räumlichkeiten (wenige Beamer, teils sehr kleine Räume) zeichnete sich das BarCamp durch sehr viel Interaktivität und Diskussionen aus.

Meine Session beschäftigte sich mit dem Einsatz und den Erfahrungen von Microblogging im Unternehmen. Neben einer kurzen Einführung zum Thema Enterprise Microblogging habe ich die Anwendungsfälle im Projektmanagement, Innovationsmanagement, Vertrieb und Führung zur Diskussion gestellt. An dieser Stelle sei auch nocheinmal an die Fallstudie von Communote hingewiesen.
Vor einem Jahr hatte Dirk Röhrborn bereits zum ersten Mal Communote auf dem BarCamp in München vorgestellt. Nun konnte ich Zahlen, Daten und Fakten zu einem Jahr Einsatz von Microblogging mit Communote bei Communardo berichten.
Auch die begonnene Diskussion in der Session von Martin Koser zur Einführung und Implementierung von Enterprise 2.0 wurde im Bezug auf die Einführung von Microblogging fortgesetzt. Festzuhalten bleibt, das es entscheidend ist, das Management mit einzubeziehen und als Förderer zu gewinnen. Ebenso muss klar vereinbart werden, zu welchem Zweck die neuen Tools eingesetzt werden sollen und auch, was man stattdessen nicht mehr nutzt. Bei Microblogging ist es z.B. der erklärte Verzicht auf E-Mail in der Projektkommunikation und die Vereinbarung von Tags. Nur wenn die Mitarbeiter einen tatsächlichen Nutzen beim Einsatz von Enterprise 2.0 Tools spüren, werden sie auch zu aktiven Nutzern. Dies erfordert ein Change Management.
Mit dem Eindrücken aus der Google Wave Session schloss ich meine Session mit einer Diskussion zur Einordnung und Anwendung von Kommunikationsmitteln. Hier kann grob zwischen personenbezogener geschlossener Kommunikation und offener Kommunikation unterschieden werden. Microblogging schliesst eine wichtige Lücke im Bereich der offenen Kommunikation.

Der Abend klang dann in der Web2.0 Bar „Niederlassung“ mit vielen interessanten Gesprächen aus. Das BarCamp war (ist) ein guter Start in eine Woche mit vielen Veranstaltungen wie dem TechCrunch und der Discuss&Discover.

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Kommentare (6)

  • jeos

    meine eindrücke vom barcamp münchen: http://bit.ly/sq15z #bcmuc

    This comment was originally posted on Twitter

    18. Oktober 2009 at 15:32
  • Bjoern Negelmann

    Hallo Jens -
    vielen Dank für Deinen Kommentar zu meiner Session (hätte es aber auch mit Beamer-Möglichkeit in der gleichen Form abgehalten!) – die Wahrnehmung bzgl. der Wellen teile ich.
    Ich fand das Barcamp auch sehr bezeichnend – insbesondere da ich den Eindruck hatte, dass es auf Seiten der Besucher da einen “Generationswechsel” gab.
    Bzgl. der interessanten Veranstaltungen in dieser Woche in München ist vielleicht noch folgende zu erwähnen: “Meetup mit Dion Hinchcliffe” am Di abend – https://www.xing.com/events/enterprise-2-0-summit-pre-conferece-event-get-together-dion-hinchcliffe-412685
    Grüsse. Bjoern

    19. Oktober 2009 at 06:30
  • Pingback: #bcmuc09 Blogsammlung zum Barcamp München « Ralphs Piratenblog

  • RalfLippold

    Hallo Jens,

    vielen Dank für Deinen Session-Bericht.

    Ja, es stimmt, das mit der GoogleWave ist
    so eine Sache. Was braucht der künftige
    Kunde wirklich?

    Welcher Mitarbeiter in einem Unternehmen
    hat schon die Zeit, sich in Web-2.0
    reinzufuchsen (auch wenn es ihm hilft!)?
    Sein Chef wird es ihm danken, wenn die
    Arbeit liegen bleibt.

    Wie also muss ChangeManagement aussehen?

    Zeitaufwand für bisherige Arbeit reduzieren
    (Lean Thinking) und Einsatz einfacher und
    bekannter Tools (z.B. EXCEL, o.a.).

    Neues testen im normalen Tagesablauf,
    Prototypen einführen, Mitarbeiter “abholen”,
    ausbreiten (“Word-of-Mouth”), Web-2.0
    peu-à-peu nutzen!

    In Dresden stehen wir hierfür gerne zur
    Verfügung (Startup LockSchuppen, wären
    gerne in München dabei gewesen).

    Nächstes Barcamp in Dresden? Gerne.

    20. Oktober 2009 at 15:27
  • Tom

    Sehr gut, beim nächsten mal sind wir evtl. auch wieder am Start mit http://www.spirofrog.de

    22. Oktober 2009 at 21:51
  • Pingback: frogpond » BarCamp München 2009 – Be the Wave with you

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